11/8/2017
Medizinrecht

Praxisabgabe - erfolgreich und rechtssicher

Praxisabgabe

Der Verkauf der eigenen Praxis dient in den meisten Fällen der Altersvorsorge. Der Arzt oder Psychotherapeut veräußert sein Lebenswerk an einen jüngeren Kollegen oder an ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), wobei oftmals auch gewünscht wird, dass die eigenen Patienten bestmöglich weiterversorgt werden.

Die Interessen von Praxisverkäufer und Erwerber müssen in einem Praxiskaufvertrag so ausgestaltet sein, dass es möglichst nicht zu Streitigkeiten anlässlich der Übergabe der Praxis kommt. Wir helfen unseren Mandanten nicht nur bei der Praxiswertberechnung, sondern auch bei der Erstellung ausgewogener Praxiskaufverträge.

Werden auch gesetzlich versicherte Patienten behandelt (Vertragsarztpraxis) und befindet sich die Praxis in einem Gebiet, das für weitere Zulassungen gesperrt ist (gesperrter Planungsbereich), sollte die Praxisabgabe nach Möglichkeit weit im Voraus geplant werden. Es ist ein Antrag auf Nachbesetzung beim zuständigen Zulassungsausschuss zu stellen. Hier sind wichtige Formalitäten zu beachten. Der Zulassungsausschuss ist unter gewissen Voraussetzungen berechtigt, den Antrag auf Durchführung eines Nachbesetzungsverfahrens abzulehnen. Dies gilt es zu verhindern.

Zu beachten ist auch, dass der Zulassungsausschuss den Nachfolger auswählt und deshalb ggf. mit mehreren Bewerbern Verträge geschlossen werden müssen. Wir unterstützen unsere Mandanten dabei, den am besten geeigneten Nachfolger durchzusetzen, damit die Praxis weiterhin in guten Händen bleibt und langwierige Rechtsstreitigkeiten um die Praxisabgabe vermieden werden.

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Dr. Caterina Wehage

Rechtsanwältin

‍Fachanwältin für Medizinrecht